16. November 2017

Die Grüne Zitadelle von Magdeburg

Grün ist es auf den ersten Blick eigentlich nicht das Hundertwasser-Haus in Magdeburg. Die Fassade des formreichen Gebäudekomplexes an der Breiten Weg ist rosafarben gestrichen, auf den Dächern leuchten goldene Kugeln. Ihren Namen verdankt die Grüne Zitadelle den grasbewachsenen Dächern und den Bäumen auf, im und an dem ungewöhnlichen Haus, mit dem Friedensreich Hundertwasser eine „Oase für Menschlichkeit und für Natur“ inmitten der Großstadt schaffen wollte.

Der Besuchermagnet Magdeburgs mit seinen geschwungenen Linien, vielen Säulen und unterschiedlichen Fenstern ist eines der letzten Projekte des Künstlers, der bis kurz vor seinem Tod 2000 daran gearbeitet hat. Fertiggestellt wurde es 2005 nach nur zweijähriger Bauzeit.

In dem wohl buntesten Haus der Stadt mit seinen schiefen Wänden, geschwungenen Wegen und idyllischen Innenhöfen befinden sich neben den 55 Wohnungen auch ein Hotel, eine Kindertagesstätte, ein Theater, gastronomische Betriebe und mehrere Geschäfte.

Wer mehr über die Architektur des Hundertwasser-Hauses erfahren möchte, sollte an einer Führung teilnehmen, die mehrmals täglich stattfindet und auch Einblick ins Innere der Grünen Zitadelle bietet.