Geschichte des deutschen Kolonialismus

9. Mai 2017

Das Deutsche Historische Museum in Berlin zeigt die bislang größte Ausstellung zur Kolonialgeschichte. Obwohl das Deutsche Reich von 1884 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 eine der großen europäischen Kolonialmächte war, zieht die koloniale Vergangenheit in Deutschland erst seit wenigen Jahren verstärkt ins öffentliche Bewusstsein ein. Nicht zuletzt die aktuellen Debatten über die Anerkennung des Völkermords an den Herero und Nama tragen dazu bei.

Mehr als 500 Exponate auf 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche beleuchten unterschiedliche Aspekte deutscher Kolonialherrschaft, ihre Verflechtungen im globalen Kontext und ihr langes Nachwirken. Zwei beratende Historikerinnen aus Namibia und Tansania brachten die Sicht der Nachfahren mit ein.

Die Ausstellung „Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart“ im Deutschen Historischen Museum ist nur noch bis zum 14. Mai 2017 zu sehen. Am 12. und 13. Mai wurden die Öffnungszeiten verlängert. Die Schau kann jetzt bis 20 Uhr besucht werden.

Foto: Unterspülter Bahndamm zwischen Keetmanshoop und Lüderitz, Fotografie, um 1910 ©Deutsches Historisches Museum